22.
Februar

Heute feiern wir das Fest Kathedra Petri. Auch in der Stiftskirche Neuzelle ist der Heilige Petrus an prominenter Stelle am Hochaltar dargestellt. Jesus selbst sagt: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäusevangelium Kapitel 16 Vers 18) In dieser Zeit, in der die Kirche heftig gebeutelt wird, ist es umso wichtiger zu erkennen, dass die Kirche keine Erfindung des Menschen, keine NGO, kein menschlicher Verein ist, sondern ein Projekt Gottes ist. Sie ist SEIN Werk trotz aller menschlichen Schwächen. Gerade in diesen Tagen beten wir viel für unsere Mutter Kirche und wir bitten Sie mit uns zu beten. Es gibt eine schöne Anekdote über Napoleon und einen Kardinal. Napoleon soll zu diesem gesagt haben: „Eminenz, Sie wissen nicht, dass ich, Napoleon Bonaparte, in der Lage bin die Kirche zu zerstören!“ Worauf der Kardinal geantwortet haben soll: „Die Kirche zerstören. Das haben wir selbst in all den Jahrhunderten nicht vermocht.“

Zum Fest Kathedra Petri:
Das Fest der Kathedra Petri, also des Bischofsstuhls des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden, dient dem Gedenken des besonderen Hirtenamtes des Papstes, das Christus dem Petrus übertragen hat. Es ist in Rom schon Mitte des 4. Jahrhunderts bezeugt. Seit dieser Zeit wurde nachweislich ein aus Antiochia stammender Stuhl gezeigt, auf dem Petrus sein Hirtenamt ausgeübt haben soll. Im Mittelalter hat sich dazu auch eine Legende entwickelt: Der Statthalter von Antiochia namens Theophilus habe Petrus ins Gefängnis werfen lassen. Daraufhin bot der herbeigeeilte Paulus dem Theophilus seine Dienste in allerlei Handwerk an und erreichte, dass Petrus zur Probe freigelassen wurde. Petrus erweckte daraufhin den verstorbenen Sohn des Theophilus wieder zum Leben, sodass sich Theophilus bekehrte. Und mehr noch: Nun setzte Theophilus den Petrus öffentlich „auf einen hohen Stuhl“, weil alle ihn sehen und hören sollten. Petrus konnte so noch 7 Jahre lang als Bischof in Antiochia wirken, dann ging er nach Rom in das Zentrum des römischen Imperiums, um dort als 1. Bischof Roms das Martyrium zu erleiden. Das Fest erinnert an die auf dem 1. Vatikanischen Konzil definierte Lehre, wonach dem Papst eine besondere „Unfehlbarkeit“ in Glaubens- und Sittenfragen zukommt, wenn er in bewusster und feierlicher Ausübung seines Lehramtes, also „ex cathedra“ spricht. In Sankt Peter in Rom wird daher am 22. Februar die Petrusstatue mit wertvollen Ornaten und der dreifachen Tiara bekleidet.

Bild: der Heilige Petrus an der linken Seite des Hochaltars in der Stiftskirche Neuzelle

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